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Ich
(Dj Sputnik) war Teil der Frequency Festival - Warm up Tour. Mit
dabei waren die Bands Wir sind Helden, Wedekind und Benjie; Die
erste Tourstation war das Orpheum Graz. (mehr infos zum Frequency
Festival: www.frequency.at)
Da sich an diesem Abend die lokalen Veranstalter kurzerhand quer
legten und keine Aftershowparty im Orpheum zuliessen, wurde die
"offizielle" Party ins Arcadium verlegt.

Dort fand, wie jeden Samstag, ein "Let
there be Rock" statt (mehr zur Entstehung dieses Namens findet
ihr hier)
Ich betrat das Arcadium in Erwartung angenehmer, alternativer Musik.
Ich hatte schon viele böse Gerüchte über die miserable
Musikauswahl gehört. Trotzdem ließ ich mich nicht davon
abbringen, mich selbst davon zu überzeugen.
Nun ja, ich muss aber zugeben dass diese Gerüchte zu 100% zutreffen.
Ich bin mir ganz sicher, dass auf jedem "alternative"
Floor eines DOC-LX Studentenfestes absolut identische Musik läuft
(nicht dass ich es aus eigener Erfahrung wüsste, aber dessen
bin ich mir eben sicher ;-) ). Ein paar Beispiele: Guano Apes: Open
your eyes, Bloodhound Gang: Fire water burn, Blur: Song 2, Chumbawumba:
Tubthumping, ... Auf diesem Niveau ging es zirka eine halbe Stunde
lang dahin.
Dann wurde es einer Freundin von mir zu bunt und sie ging zum Dj
und wünschte sich Hot Hot Heat, Ok Go und Sneaker Pimps, der
Dj jedoch meinte, dass er diese Lieder alle nicht habe.
Nach einer weiteren halben Stunde geschah dann etwas merkwürdiges:
Es wurde ein Lied gespielt, das ich nicht gleich erkannte, meine
Freunde kannten das Lied auch nicht. Doch seltsamerweise brachen
alle Leute im Saal wegen dieses - dubiosen - Tracks in Jubel aus.
Nach etwa 30 Sekunden wurde uns klar worum es sich handelte: Unser
Songcontest Beitrag von Alf Poier. Über Alf Poier kann man
ja vermutlich streiten, aber darüber ob dieses Lied etwas bei
einem "alternative" Event verloren hat, wohl eher nicht.
So blieb uns nicht anderes übrig,
als rasch unser Getränk zu Ende zu trinken und einen Locationwechsel
durchzuführen. Wir gingen in die Postgarage, wo wir bei gratis
Eintritt und größtenteils angenehmer Musik den Rest des
langen Abends verbrachten.
Mein Resümee des Abends: Nicht überall
wo "alternative" draufsteht ist auch "alternative"
drin.
Ein Pfui aufs Let there be Rock in Graz.
Sputnik |